Schlittschuhe müssen fest sitzen, damit Sie auf dem Eis sicher stehen und Kraft übertragen können. Genau dieser feste Sitz führt aber häufig zu Blasen und Druckstellen an Knöchel, Ferse und Fußinnenseite. Das betrifft Freizeitläufer genauso wie Eishockeyspieler und Eisschnellläufer. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo die typischen Problemzonen liegen, wie Sie mit Passform, Schnürung und Socken vorbeugen und wie ein sehr dünner Neoprenschutz helfen kann, ohne das Gefühl für den Schuh zu verlieren.
Typische Problemzonen im Schlittschuh
Ein Schlittschuh umschließt den Fuß deutlich enger als ein normaler Schuh. Beim Abstoßen, Bremsen und bei Richtungswechseln wirken starke seitliche Kräfte. Besonders betroffen sind:
- Innen- und Außenknöchel: Hier drückt der feste Schaft, vor allem bei neuen oder sehr steifen Schuhen.
- Ferse: Ist der Schuh hinten zu weit oder zu locker geschnürt, rutscht die Ferse bei jedem Abstoß.
- Fußinnenseite und Ballen: Beim Kantenfahren und bei Kurven wird der Fuß seitlich belastet.
- Spann: Eine zu feste Schnürung oder eine dicke Zungenfalte kann auf den Fußrücken drücken.
- Zehen: Wenn der Schuh zu kurz ist, stoßen die Zehen vorne an.
Passform: fest, aber nicht schmerzhaft
Ein Schlittschuh sitzt richtig, wenn die Ferse beim Fahren nicht anhebt und der Knöchel gut gestützt wird. Die Zehen dürfen im Stand leicht vorne anstoßen und sollten in der typischen leichten Kniebeuge etwas Luft haben. Ein zu großer Schuh ist keine Lösung gegen Druckstellen: Der Fuß rutscht darin, und gerade das erzeugt Reibung und Blasen.
Neue Schlittschuhe brauchen eine Eingewöhnungszeit. Fahren Sie die ersten Male nur kurz und steigern Sie die Dauer schrittweise. Bei Eishockeyschuhen und Eisschnelllaufschuhen mit fester Schale kann sich die Schale bei manchen Modellen durch Wärme anpassen lassen. Fragen Sie dazu im Fachhandel nach, ob Ihr Modell dafür geeignet ist.
Grundlegende Tipps zu Bauart, Größe und Pflege finden Sie in unserem Ratgeber Schlittschuhe kaufen. Unsere verbliebenen Modelle sehen Sie in der Kategorie Schlittschuhe.
Schnürung und Socken
- Zone für Zone schnüren: Im Vorfuß etwas lockerer, damit die Zehen Platz haben und warm bleiben. Im Bereich von Spann und Knöchel fester, damit die Ferse sitzt.
- Zunge glatt ziehen: Eine verrutschte Zunge erzeugt Druck auf dem Spann. Ziehen Sie sie vor dem Schnüren gerade nach oben.
- Nicht abschnüren: Wenn Zehen oder Fuß taub werden, ist die Schnürung zu fest.
- Dünne Socken tragen: Dicke Wollsocken sind auf dem Eis verlockend, verändern aber die Passform und werfen Falten. Dünne Funktionssocken sitzen glatt und leiten Feuchtigkeit ab.
- Nach dem Fahren trocknen: Lassen Sie die Schuhe offen an der Luft trocknen, damit der Innenschuh beim nächsten Mal nicht feucht ist.
Neoprenschutz mit 1 mm: Schutz bei direktem Kontakt zum Schuh
Im Eissport ist das Gefühl für den Schuh wichtig. Jede zusätzliche Polsterung kann die Kontrolle verändern. Deshalb wird hier meist eine sehr dünne Lösung bevorzugt. Die ultradünnen Ankle Booties mit 1 mm werden laut Produktbeschreibung vor allem von Sportlern geschätzt, die einen direkten Kontakt zum Schuh oder Sportgerät brauchen. Genannt werden dort unter anderem Eisschnellläufer und Eishockeyspieler, aber auch Speedskater, Fußballer und Sprinter.
Die Ankle Booties bestehen aus einem Neoprenstrumpf mit fast nahtloser Verarbeitung. Sie werden auf der blanken Haut getragen und einfach unter die normale Sportsocke gezogen. Damit liegt eine glatte Schicht zwischen Haut und Socke, und die Reibung verlagert sich weg von der Haut.
| Situation | Mögliche Wahl |
|---|---|
| enger Eishockey- oder Eisschnelllaufschuh, direkter Kontakt gewünscht | Ankle Booties 1 mm |
| enger Schuh, Wunsch nach etwas weicherem Material und mehr Polsterung | Ankle Bootie SKIN (1 mm) |
| Freizeit-Schlittschuh mit viel Platz und stärkeren Scheuerstellen | eine dickere Stärke prüfen, siehe Vergleich |
Welche Stärke in welchen Schuh passt, vergleichen wir ausführlich im Ratgeber Ankle Booties 1, 2 oder 3 mm? Probieren Sie den Schutz zuerst bei einer kurzen Einheit aus und kontrollieren Sie danach die Schnürung, da sich die Passform leicht verändern kann.
Vom Inline-Skate aufs Eis
Viele Inline-Skater gehen im Winter aufs Eis, und viele Eisschnellläufer trainieren im Sommer auf Rollen. Die Problemzonen sind in beiden Sportarten ähnlich, weil Schuh und Bewegung vergleichbar sind. Was beim Skaten gegen Blasen hilft, lesen Sie in unserem Beitrag Blasen und Druckstellen beim Inline-Skaten vermeiden.
Wenn die Blase schon da ist
Öffnen Sie Blasen möglichst nicht und decken Sie sie mit einem Blasenpflaster ab. Pausieren Sie, bis die Haut abgeheilt ist, oder entlasten Sie die Stelle. Bei offenen, entzündeten oder immer wiederkehrenden Stellen lassen Sie sich bitte ärztlich beraten. Kehren Druckstellen trotz guter Schnürung immer an derselben Stelle zurück, liegt die Ursache oft in der Passform des Schuhs.
Haben Sie Fragen zu Passform oder Größe? Rufen Sie uns an unter +49 (0) 77 20 / 34 70 6, schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder kommen Sie in unser Ladengeschäft in Villingen-Schwenningen.







































